Biographie

Foto Annechien Koerselman

Photo © Monique Kooijmans / Photo der Affiche © Joris-Jan Bos

 

Annechien Koerselman hat ihr Leben lang schon ein Faszination für große Geschichten. Seit sie lesen kann, verschlingt sie Bücher, von griechische Mythen. Märchen, bis gegenwärtige Literatur. Diese Faszination spiegelt sich auch in ihrer Theaterarbeit. Das eine Mal inszeniert sie diese Geschichten in ihren eigenen Weg auf der Bühne, das andere Mal werden sie benützt als wichtige Inspirationsquelle für das Konzept und die Ausstattung der Aufführung.

 

Annechien inszenierte zum Beispiel die Mythen Atalanta von Peer Wittenbols (Oostpool, 2004), Blaubart von Dea Loher (Stiftung der Frequenz/Atelier d., 2004) und Der fliegende Holländer (Het Vervolg, 2006), für die sie selbst auch den Text schrieb. Für Bout'chou-4 Jahreszeiten (Philharmonie Luxembourg, 2014/2015) schuf sie eine Welt voller Märchenbilder und Musik, worin manche Abenteuer einer kleinen Elf, genennt Choupinette, stattfinden. Für Feuergesicht von Marius von Mayenburg (Theater am Spui, 2008) entwarf Annechien ein Tonbild von Barockmusik, das Himmel und Hölle verbunden hat.

 

"'Musik'"

Musik zieht sich wie ein roter Faden durch alle ihre Produktionen. Darum ist Annechien aktiv als Regisseurin im Sprechtheater, Musiktheater und in der Oper. Ihre Produktionen spielen sowohl in den Niederlanden wie im Ausland. So führte sie in 2015 die Regie für die neu geschriebene Oper Was lauert da im Labyrinth (Middleton/Dove) an der Berliner Philharmonie Berlin und für Tischlein deck dich (Hartmann/Androsch) am Theater an der Rott Eggenfelden. Seit 2013 spielen ihre Inszenierungen der Jugendoper  Kannst du Pfeifen, Johanna (Hartmann/Kampe) und Gold (Verbrugge/Evers) an der Deutschen Oper Berlin. Im Auftrag der Philharmonie Luxembourg schrieb und inszenierte sie die Musiktheaterproduktionen Feiervillchen (2013), Bout'chou 4 Jahreszeiten (2014) und Carmencita (2015). In der Saison 2009/2010 spielte die Oper L'isola disabitata von Haydn in ihrer Regie an Der Niederländischen Reiseoper Enschede und in 2010/2011 kreierte sie (Script & Regie) die Musiktheateraufführung Die Musikfabrik mit dem Calefax Reed Quintet, wofür sie in 2012 den Junge Ohren Preis empfing. Für Sprechtheaterproduktionen entwirft sie meistens dadurch ihre eigene Klangbilder, daβ sie auf sehr musikalische Art und Weise Texte mit Musik durchschneidet oder mit einem Underscore versehet. Ein aktuelles Beispiel ist die gut in der Presse und beim Publikum empfangen Vorstellung Land von übersee, die Annechien für Theaterproductiehuis Zeelandia gemacht hat in 2014.

 

"'Ausgangspunkt'"

Annechien benützt eine Geschichte – entweder eine bestehende, oder eine selbst geschriebene - als Ausgangspunkt für ihre Aufführungen. Dann strebt sie, getrieben von einer konzeptuellen Gedanke, nach einer aufregenden Mischung aus Text, Musik, Bild und Bewegung: Totaltheater. Um das zu erreichen, findet sie es wichtig, dass während der Probezeit die Schauspieler/Sänger/Musiker engagiert mitdenken, formbewusst und musikalisch sind. Außerdem ist die Zusammenarbeit mit den Bühne-/Kostümbildern von Bedeutung. Meistens entwickelt sie zusammen mit ihnen eine konzeptuelle Gedanke über die Aufführung, aus der der Form entspringt. Um eine ganz eigene, aber zwingende theatralische Geschichte da zu stellen, scheut Annechien nachher das unbekannte und intuitive nicht. Oft spielen daher auch verschiedene Disziplinen in ihren Shows: von Schauspielern, Tänzern, Sängern bis Musiker.

 

"'Texte'"

Annechien ist an erster Stelle Regisseurin im Schaupiel, Musiktheater und Oper. Zweitens schreibt sie regelmäßig Theatertexte, fertigt sie Roman-adaptionen für die Bühne an und macht sie Übersetzungen. Im Jahr 2001 kreierte sie ihre erst Bühnenadaption des gleichnamige Romanes Garten der Unschuldigen von Kristien Hemmerechts (Branoul). Jüngst bracht sie das Libretto Black Perfume (Die Diamantfabrik) zustande, das sie basiert hat auf die Novelle Morphin von Mikhail Bulgakow. In 2002 inszenierte sie ihr erstes selbst geschriebenes Stück Tranquillizers (Stiftung der Frequenz/Atelier d.). Seitdem folgten mehrere Texte wie Die (neue) Geschichte des Soldaten (2014), Marfoesjka & der Frost (2010), Bonnie & Clyde (2009) und Bajazzo (2007). Für einen Überblick, siehe Info/Texte

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