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Königin des Tangos
Seit Máximas berühmter Träne zu den melancholischen Klängen von Astor Piazzollas Adios Nonino hat Piazzollas Musik die gesamte niederländische Bevölkerung über Nacht in ihren Bann gezogen. Nun, 25 Jahre später, wird seine berühmte Tango-Oper MARIA DE BUENOS AIRES endlich wieder in den Niederlanden aufgeführt. Aktueller denn je und in einem brandneuen Format! Das Niederländische Saxophonoktett war das erste niederländische Ensemble, das von Piazzollas Erben die Rechte erhielt, das Werk für acht Saxophone, Gesang, Text, Bandoneon, Klavier und Schlagzeug zu bearbeiten.
Neben den acht Saxophonisten – die ebenfalls Tango tanzen – glänzen die Mezzosopranistin und Publikumsliebling Karin Strobos als kämpferische Maria de Buenos Aires, der Bariton und Opernstar Berend Eijkhout als ihr wachsames männliches Gegenstück und Freek den Hartogh als idealistischer Duende. Und was wäre eine inspirierte Tango-Oper ohne Bandoneon und Tanz? Deshalb wirken in „Maria de Buenos Aires“ die argentinischen Musiker Santiago Cimadevilla (Bandoneon), Juan Pablo Dobal (Klavier) und Marcos Baggioni (Schlagzeug) mit, die in den Niederlanden große Erfolge feierten. Auch das Tango-Duo Ezequiel Paludi & Geraldine Rojas beeindruckt mit seinem gleichermaßen leidenschaftlichen wie anmutigen Tanzstil.
Maria de Buenos Aires ist eine Geschichte voller Emotionen und Melancholie, vor allem aber voller Mut, Hoffnung und Inspiration… Denn ist es nicht das Wesen unseres Daseins, aus Inspiration zu leben? Der Duende rebelliert gegen die herrschende Welt, in der die Reichen immer reicher und die Armen ums Überleben kämpfen. Durch Maria versucht er, die Seelen dieser wohlhabenden Menschen zu berühren, doch sie sehen nur das lukrative Potenzial von Marias Gesangs- und Tangotalent. Es scheint keine Emotionen zu geben. Sie wollen die Königin des Tangos rein kommerziell ausbeuten. Und hier zieht der Duende eine Grenze. Er greift entschieden ein, mit allen Konsequenzen.

Foto © Aldo Sessa

















