Musikalische Reise von Berlin zum Broadway, von Klassik zum Jazz
Dieses überraschende Konzert entführt den Zuhörer in die Musik von Kurt Weill und seinen Zeitgenossen. Es verbindet Klassik, Jazz und Kabarett, von Berlin über Hollywood bis hin zum Broadway. Mit Dramatiker wie Berthold Brecht, Ogden Nash und Maxwell Anderson. Beliebte Klassiker wie „Alabama Song“, „September Song“, „Lost in the Stars“ und Charlie Chaplins nostalgisches „Smile“ sind zu hören. Die Komponisten dieser Lieder stammten aus turbulenten Zeiten, als manche vor Verfolgung flohen und auf der Suche nach einem besseren Leben zur Emigration gezwungen waren.
Das Hague String Trio (Justyna Briefjes, Julia Dinerstein und Miriam Kirby) tritt mit Sängerin Lucy Woodward, Kontrabassist und Arrangeur Marijn van Prooijen und Schlagzeuger Vinsent Planjer auf. Annechien Koerselman führt die Regie des Konzerts, Nina Kraszewska ist als Tontechnikerin verantwortlich. Lucy Woodward hat zuvor unter anderem mit Rod Stewart und Snarky Puppy zusammengearbeitet und mit zahlreichen internationalen Jazzensembles gespielt. Das Hague String Trio feierte kürzlich sein 20-jähriges Bestehen und ist für sein vielschichtiges Zusammenspiel und seine gefeierten CDs bekannt. Marijn van Prooijen und Vinsent Planjer bringen ihre reichhaltige Erfahrung in Klassik, Weltmusik und Jazz ein und bilden ein bewegendes und virtuoses Ensemble.

Bild © De Schaapjesfabriek
Credits Cast & Crew
Vorpresse
Den Haag CS, Frans van Hilten, 15. Januar 2026
'Lost in the Stars'ehrt Komponisten im Exil.
Die verschiedenen Musiker trugen Lieder zusammen, die Regisseurin Annechien Koerselman zu einer sechsteiligen Geschichte verknüpfte, welche Themen wie Krieg, Bedrohung und Hoffnung behandelt. Jeder Teil besteht aus gesprochenem Wort und mehreren Liedern.
Annechien Koerselman ließ sich beim Entwurf vom Art déco inspirieren. „Zum Beispiel durch die Platzierung goldfarbener Lampen in unterschiedlichen Höhen und einer Reihe von Barhockern auf der Bühne.“

Tragikomisches Musiktheater über die Frage wie sich zu Behaupten in einer immer komplexer werdenden Welt
Während im Hintergrund die Nazis ihre Messer wetzen, gerät Charlotte Salomons Leben aus einem ganz anderen Grund ins Wanken, als ihr Großvater offenbart, dass sie all die Jahre von ihrer Familie belogen wurde. Es stellte sich heraus, dass ihre Mutter nicht an der Grippe gestorben war, sondern Selbstmord begangen hatte, ebenso wie eine ganze Reihe anderer Familienmitglieder. Von dieser Nachricht überwältigt, beginnt die 22-jährige Charlotte eine Suche. Mit Hilfe ihres Mentors Amadeus Daberlohn versucht sie zu verstehen, was wahr ist und was nicht.
Um Ordnung in das Chaos in ihrem Kopf zu bringen und ihr Leben neu zu gestalten, beginnt sie fieberhaft zu malen. Aber ist das überhaupt möglich? Oder ist Charlottes Schicksal bereits besiegelt? Sie fertigt über 700 Gouachen (Aquarelle) mit Bildern, Texten und Musikfragmenten an. Sie nennt das Werk Leben? Oder Theater? - ein Singspiel.
Das Vokalquintett Wishful Singing und das junge, energetische Ensemble But What About präsentieren gemeinsam eine tragikomische Musiktheateraufführung, basierend auf der wahren Geschichte von Charlotte Salomon. Ihr farbenfroher visueller Epos aus über 700 Gemälden und Texten wird theatralisch zum Leben erweckt dank Steven Kampermans vielfarbiger Komposition, die sowohl Charlottes bewegende Schreie aus tiefstem Herzen als auch das lebhafte Berlin der 1930er Jahre heraufbeschwört, und der ebenso dynamischen wie humorvollen Inszenierung von Annechien Koerselman, in der Charlotte nichts unversucht lässt, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Und das alles vor dem Hintergrund der bedrohlichen Klänge einer sich rasch verändernden Gesellschaft.
Die kraftvolle Vorstellung Charlotte Salomon würdigt das Leben und Werk von Charlotte Salomon und erzählt die bewegende Geschichte einer jungen Frau, die es schafft, sich trotz herausfordernder Umstände in einer zunehmend komplexeren Welt zu behaupten. Es ist zugleich eine Würdigung ihres Werkes, das bis heute von großer Bedeutung ist.
Ich habe eine Aufgabe, und keine Macht der Welt kann mich davon abhalten, sie zu erfüllen - Charlotte Salomon

Foto © Juri Hiensch
Credits Cast & Crew
Kritiken
De Volkskrant, Maartje Stokkers, 28. September 2025
Das September Me Festival hat mit der Oper über das Leben von Charlotte Salomon eine wundervolle Premiere!
Ein kluger Schachzug der Librettistin und Regisseurin Annechien Koerselman ist der Rahmen einer Familienkonstellation.
Und gerade dieses macht der Aufführung Luft. Die Musiker navigieren alle virtuos durch den schmalen Grat zwischen Lachen und Tränen.
Charlotte Salomon – Leben? oder Theater? ist sehr empfehlenswert

Nederlands Dagblad, Margaretha Coornstra, 03. Oktober 2025
Trailer © Bowie Verschuuren i.Z.m. Stella Brüggen / Musik © Steven Kamperman
Familienkonzert
Zwei schlaue Spaßvögel mit spitzen Hüten und fröhlichem Grinsen tapsen neugierig auf die Bühne. Es sind die Pulcinelli! Sie reiben sich die Augen und blinzeln in den dunklen Morgen, denn heute will die Sonne einfach nicht aufgehen. Doch die Pulcinelli sind erfinderisch. Zusammen mit dem Publikum und den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Kirill Petrenko machen sie sich auf die Suche nach der Sonne und lassen sich von nichts aufhalten.
Die Musik von Igor Strawinsky lässt dabei alle staunen: Freche Geigen, tanzende Trompeten und Melodien, die erst ganz alt klingen und dann plötzlich einen Purzelbaum schlagen. Ein Konzert voller Überraschungen, Spielfreude und Musik, die Klein und Groß zum Mitmachen einlädt.

Gemälde © Giovanni Domenico Tiepolo
Credits Cast & Crew
Königin des Tangos
Seit Máximas berühmter Träne zu den melancholischen Klängen von Astor Piazzollas Adios Nonino hat Piazzollas Musik die gesamte niederländische Bevölkerung über Nacht in ihren Bann gezogen. Nun, 25 Jahre später, wird seine berühmte Tango-Oper MARIA DE BUENOS AIRES endlich wieder in den Niederlanden aufgeführt. Aktueller denn je und in einem brandneuen Format! Das Niederländische Saxophonoktett war das erste niederländische Ensemble, das von Piazzollas Erben die Rechte erhielt, das Werk für acht Saxophone, Gesang, Text, Bandoneon, Klavier und Schlagzeug zu bearbeiten.
Neben den acht Saxophonisten – die ebenfalls Tango tanzen – glänzen die Mezzosopranistin und Publikumsliebling Karin Strobos als kämpferische Maria de Buenos Aires, der Bariton und Opernstar Berend Eijkhout als ihr wachsames männliches Gegenstück und Freek den Hartogh als idealistischer Duende. Und was wäre eine inspirierte Tango-Oper ohne Bandoneon und Tanz? Deshalb wirken in „Maria de Buenos Aires“ die argentinischen Musiker Santiago Cimadevilla (Bandoneon), Juan Pablo Dobal (Klavier) und Marcos Baggioni (Schlagzeug) mit, die in den Niederlanden große Erfolge feierten. Auch das Tango-Duo Ezequiel Paludi & Geraldine Rojas beeindruckt mit seinem gleichermaßen leidenschaftlichen wie anmutigen Tanzstil.
Maria de Buenos Aires ist eine Geschichte voller Emotionen und Melancholie, vor allem aber voller Mut, Hoffnung und Inspiration… Denn ist es nicht das Wesen unseres Daseins, aus Inspiration zu leben? Der Duende rebelliert gegen die herrschende Welt, in der die Reichen immer reicher und die Armen ums Überleben kämpfen. Durch Maria versucht er, die Seelen dieser wohlhabenden Menschen zu berühren, doch sie sehen nur das lukrative Potenzial von Marias Gesangs- und Tangotalent. Es scheint keine Emotionen zu geben. Sie wollen die Königin des Tangos rein kommerziell ausbeuten. Und hier zieht der Duende eine Grenze. Er greift entschieden ein, mit allen Konsequenzen.

Foto © Aldo Sessa
Credits Cast & Crew
fantasievolles Musiktheater über Heimweh und wetterfeste Pläne für die Zukunft. (6+)
Das Wasser steigt und zwar schnell. Janna und ihre Eltern müssen ihr Land verlassen. Bepackt und bereit steigen sie in das Boot, das sie auf die andere Seite, in ein neues Leben, bringt. Doch zu ihrem Entsetzen stellt Janna fest, dass ihr Kaninchen Mariechen nicht an Bord ist. Ohne eine Sekunde nachzudenken, springt sie zurück an Land. Und so beginnt eine musikalische Suche quer durch ihr Heimatland nach ihrem geliebten Kaninchen. An Orten aus der Vergangenheit vorbei, über wundersame Begegnungen mit einem Holzwurm, einem Heringskönig und der Katze eines Leuchtturmwärters, bis sie nach einem Tauchgang schließlich mit Mariechen im Land der Zukunft landet.
Mit viel Humor und einem Hauch von Alice im Wunderland erweckt das Ensemble Black Pencil zusammen mit Schauspielerin Yara Alink die Geschichte Schoklands musikalisch zum Leben. Einst eine Insel in der Zuiderzee, heute UNESCO-Weltkulturerbe. Schockwelle ist eine fantasievolle Musiktheateraufführung darüber, was passiert, wenn das Klima so durcheinander gerät, dass man gezwungen ist, alles hinter sich zu lassen. Über sich vom Alten zu verabschieden und wetterfeste Pläne für die Zukunft zu schmieden. Über die Kraft der Vorstellungskraft und den Zauber der Musik, die Wellen zähmen, Landschaften in den Himmel heben und schöne Erinnerungen so verpacken, dass man sie nie mehr verlieren kann.

Foto © Claudia Hansen
Credits Cast & Crew
Video © Kees Jongboom
Kritiken
De Theaterkrant, Sander Janssens, 24. Februar 2025
Mit bedrohlichen Seufzern und quietschenden Pfiffen fegt das Musikkollektiv Black Pencil sofort einen Sturm über die Bühne. Aus einem Akkordeon pressen sich wunderschöne dissonante Töne, aus dem Resonanzkörper einer Geige trägt ein streichender Wind herüber.
Die große Stärke dieser kleinen, 45-minütigen Performance liegt im Zusammenspiel zwischen Alinks klarem, erdigem Spiel und den fünf Musikern auf der Bühne. Ihre Eltern – traurig und resigniert auf dem Boot – kommen in tröstenden Geigenstreichern und tiefen, vertrauten Tönen des Akkordeons zum Ausdruck. Jannas innerer Aufruhr hallt in nervösen Schlägen wider.
Ganze Welten werden heraufbeschworen: von einem Fischtanz in einer geheimnisvollen Unterwasserwelt bis hin zum vornehmen Bürgermeisterdorf Middelbuurt, wo stattliche, orgelähnliche Klänge des Akkordeons an die teuren Häuser und großen Kirchen erinnern.
Hanna van der Woude, 26. September 2024
Eine Ode an die kindliche Fantasie


















